Prohibition in den USA: Wie das Alkoholverbot 13 Jahre lang scheiterte
Ein ganzes Land verbietet Alkohol, und danach wird mehr getrunken, mehr geschmuggelt und mehr gemordet als je zuvor. So erzählt man die Prohibition oft. Die Wahrheit ist etwas komplizierter, und genau deshalb lohnt sich der genaue Blick.
Der Zeitstrahl
Die Prohibition kam nicht über Nacht. Zwischen der ersten Abstinenzbewegung und dem Verbot liegen fast hundert Jahre.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 1826 | Gründung der American Temperance Society |
| 1869 | Gründung der Prohibition Party |
| 1874 | Gründung der Women’s Christian Temperance Union (WCTU) |
| 1893 | Gründung der Anti-Saloon League in Oberlin, Ohio. Ab 1900 koordiniert sie die Bewegung |
| 1913 | 16. Verfassungszusatz: Die Einkommensteuer ersetzt die Alkoholsteuer als Haupteinnahme des Bundes |
| bis 1916 | 23 von 48 Bundesstaaten haben eigene Alkoholverbote |
| 04.1917 | Kriegseintritt der USA. Deutschstämmige Brauer geraten politisch unter Druck |
| 12.1917 | Der Kongress schlägt den 18. Verfassungszusatz vor |
| 18.11.1918 | Wartime Prohibition Act: Verbot ab 1,28 % vol., gültig ab 30.06.1919 |
| 16.01.1919 | 36 von 48 Staaten ratifizieren den 18. Zusatz. Nur Connecticut und Rhode Island nicht |
| 28.10.1919 | Volstead Act, gegen das Veto von Präsident Wilson. Grenze: 0,5 % vol. |
| 17.01.1920 | Das Verbot tritt in Kraft |
| 1929 | Weltwirtschaftskrise, die Wickersham-Kommission wird eingesetzt |
| 07.01.1931 | Der Wickersham-Bericht dokumentiert die weitverbreitete Umgehung des Verbots |
| 22.03.1933 | Cullen-Harrison Act: Bier mit rund 4 % vol. und leichter Wein sind wieder erlaubt |
| 05.12.1933 | 21. Verfassungszusatz hebt den 18. auf. Utah ist der 36. Staat |
| 1966 | Mississippi hebt als letzter Staat sein Verbot auf |
Warum es dazu kam
Die Prohibition war kein Ausrutscher, sondern das Ende von rund hundert Jahren Politik. Fünf Strömungen kamen zusammen:
- Die Temperance-Bewegung
Ab 1826 organisierten sich Menschen gegen den Alkohol. 1835 hatte die American Temperance Society 1,5 Millionen Mitglieder. Kansas schrieb sein Alkoholverbot 1881 in die Staatsverfassung.
- Frauen und Familien
Im 19. Jahrhundert wurde viel und täglich getrunken. Wenn der Wochenlohn im Saloon blieb, traf es Frau und Kinder. WCTU (1874) und Anti-Saloon League (1893) machten daraus politischen Druck. Anfangs ging es um Hochprozentiges, nicht um Bier und Wein. Der Denkfehler: Man suchte die Ursache im Alkohol, nicht im Trinkverhalten.
- Politik
Saloons galten als Hort von Korruption und Stimmenkauf. Progressive, Protestanten und die Prohibition Party sahen im Verbot einen Weg, das zu beenden.
- Geld
Bis zur Einkommensteuer 1913 finanzierten Alkoholsteuern den Bund. Erst dann konnte man es sich leisten, sie abzuschaffen. Vor 1920 stammten etwa 14 % der Steuereinnahmen aus dem Alkoholhandel.
- Der Erste Weltkrieg
Getreide sollte für den Krieg gespart werden. Viele Brauer waren Deutschamerikaner und politisch angreifbar. Die Bewegung richtete sich auch gegen Einwanderer in den Städten und deren Trinkkultur.
Was genau verboten war
Das Gesetz regelte Herstellung, Verkauf und Transport, nicht den Konsum. Wer zu Hause trank, verstieß bundesweit gegen kein Gesetz. Einzelne Staaten verboten aber auch den Besitz.
| Erlaubt | Verboten |
|---|---|
| Sakramentswein für Priester und Rabbiner, koscherer Wein | Herstellung, Verkauf und Transport von Getränken über 0,5 % vol. |
| Medizinischer Alkohol auf ärztliche Verschreibung | Jede Form von gewerblichem Ausschank |
| Hausgemachter Wein und Cider bis 200 Gallonen pro Jahr | Import von Spirituosen |
| Denaturierter Alkohol für Industrie und Forschung | Gewerblicher Transport von Alkohol |
Diese Lücken waren groß. Zwischen 1921 und 1930 verdienten Ärzte rund 40 Millionen US-Dollar mit Whiskey-Rezepten.
Wie das Verbot durchgesetzt werden sollte
Die Aufgabe lag beim Prohibition Bureau im Finanzministerium, dazu kamen die Küstenwache und das Justizministerium. 1920 gab es 1.520 Bundesagenten für ein ganzes Land. Das Budget des Bureau wuchs in den 1920ern von 4,4 auf 13,4 Millionen US-Dollar. Allein im ersten Halbjahr 1920 gab es 7.291 Verfahren.
Das Problem war die Geografie: lange Küsten, die Grenze zu Kanada, die Grenze zu Mexiko. Dazu kam Korruption. Polizisten und Richter ließen sich bestechen.
Speakeasys: Das Verbot geht in den Keller
Die Menschen hörten nicht auf zu trinken. Sie tranken woanders. Ein Speakeasy war eine illegale Bar, oft nur mit Passwort oder Empfehlung erreichbar. Die Schätzungen für New York gehen von 30.000 bis über 100.000 Lokalen Mitte der 1920er auseinander. Sicher ist nur: Es waren sehr viele. Der Begriff selbst ist übrigens älter als die Prohibition. Neu war der Massenmarkt.
- Frauen tranken öffentlich
Was im Saloon vorher kaum möglich war, war im Speakeasy normal.
- Jazz fand sein Publikum
Von New Orleans über Chicago nach New York. Schwarze und weiße Gäste saßen teils im selben Raum.
- Der Cocktail wurde zur Hauptsache
Schlechter Alkohol schmeckte schlecht. Mischen half.
Gin, Zitrone, Zucker, Schaumwein: ein Klassiker, den du heute noch bestellen kannst.
Schmuggel und Gangster
Wo Nachfrage ist und der Handel verboten, wird das Geld woanders verdient. Das organisierte Verbrechen gab es vorher schon, die Prohibition machte es reich.
- Rum Row
Schiffe ankerten knapp außerhalb der Drei-Meilen-Zone vor der Küste, Schnellboote brachten die Ware an Land. Später durfte die Küstenwache bis zu 12 Meilen eingreifen.
- Bill McCoy
Er gilt als Begründer der Rum Row. Sein Ruf: Er verkaufte unverdünnte, echte Ware. Daher der Ausdruck „the real McCoy“.
- Chicago und Al Capone
Laut einer Studie verdreifachte sich dort das organisierte Verbrechen. Capone konnte in Cicero auch mit Unterstützung von Einwanderergemeinden arbeiten. Weitere Namen dieser Zeit: Lucky Luciano, Meyer Lansky, Frank Costello.
- Der Markt
Die Pro-Kopf-Ausgaben für Alkohol stiegen von 17 US-Dollar (1919) auf 35 US-Dollar (1930). Der illegale Markt soll rund 3 Milliarden US-Dollar pro Jahr umgesetzt haben. Alle Zahlen sind Schätzungen.
Ob die Gewalt wirklich zunahm, ist umstritten. Einige Studien sehen mehr Morde und mehr Kriminalität, andere erklären das mit der Urbanisierung. Eine Studie aus South Carolina fand 30 bis 60 % mehr Morde in Landkreisen mit durchgesetzter Prohibition.
Schlupflöcher mit Fantasie
Wine Bricks
Traubenkonzentrat in Blockform, mit Warnhinweisen, was man damit zu Hause NICHT tun solle, damit es nicht zu Wein vergärt.
Home Brew
Brauereien verkauften Bierwürze ohne Hefe.
Medizinischer Whiskey
Apotheken wurden zu Bars mit Rezept.
Blind Pigs und Blind Tigers
Gäste zahlten Eintritt für ein „seltenes Tier“ und bekamen den Drink gratis dazu. Ob es die Tiere je gab, ist Folklore.
Vergiftete Drinks
Industriealkohol wurde schon vor der Prohibition denaturiert, also ungenießbar gemacht, ursprünglich wegen der Steuer. Ab 1926/27 verlangte die Regierung giftige Zusätze, darunter bis zu 10 % Methanol, um Schwarzbrenner abzuschrecken, die den Alkohol stahlen und wieder trinkbar machten. Das traf auch die, die ihn trotzdem tranken.
Wie viele Menschen starben, ist nicht gesichert. Die oft zitierte Zahl „bis zu 10.000“ ist eine Schätzung ohne belegte Quelle. Für New York im Jahr 1926 nennen Quellen zwischen 585 und 750 Tote. Zeitgenössische Kritiker warfen den Behörden vor, die Opfer in Kauf zu nehmen. Der Zweck der Zusätze war aber Abschreckung, nicht Mord. Hinzu kamen Selbstbrenner mit schlechter Ausrüstung: Bleispulen und Lötstellen an Brennapparaten führten zu Bleivergiftungen.
Gin und Cocktails: Warum ausgerechnet dieser Drink
Whisky braucht Jahre im Fass. Gin nicht. Wer Neutralalkohol hatte, brauchte Wacholderöl und eine Flasche. Bathtub Gin hieß jeder selbstgemachte Schnaps, nicht nur Gin. Der Name soll daher kommen, dass der Hochprozentige in der Badewanne verdünnt wurde, weil die Flaschen nicht unter den Wasserhahn der Spüle passten. In einer Wanne voller Gin zu baden ist Folklore.
Weil das Zeug rau schmeckte, verdeckte man es mit Zitrus, Honig, Minze und Soda. Daraus wurden Klassiker:
| Drink | Zutaten | Hintergrund |
|---|---|---|
| Bee’s Knees | Gin, Honig, Zitrone, Orange | Typischer Prohibitionsdrink, der Honig glättete die Kanten |
| South Side Fizz | Gin, Zitrone, Soda, Minze, Zuckersirup | Gilt als Lieblingsdrink von Al Capone |
| Gin Rickey | Gin, Limette, Soda | Original aus den 1880ern mit Bourbon, in den 1920ern mit Gin beliebt |
| French 75 | Gin, Zitrone, Zuckersirup, Champagner | Entstand 1915, wurde in der Prohibition populär. Mehr: French 75 |
| Last Word | Gin, Limette, grüner Chartreuse, Maraschino | Detroit Athletic Club |
Das Gegenteil davon ist ein London Dry Gin: Nach der Destillation darf nichts mehr aromatisiert, gefärbt oder gesüßt werden. Bei JUNIPER JACK kommt nach der Destillation nichts mehr dazu, auch kein Zucker. Der Geschmack muss aus den Botanicals kommen, weil nichts anderes da ist. Und warum manche ihren Gin lieber pur trinken, klären wir bei Gin pur oder gemischt.
Im GlasJUNIPER JACK London Dry GinDas Gegenstück zum Badewannen-Gin: Wacholder aus kroatischen Nationalparks, destilliert, 46,5 % vol. Nichts, was nachträglich etwas überdecken müsste.Zum Produkt →
Die Bilanz: Was das Verbot erreichte und was es kostete
Die Prohibition wird oft als reines Scheitern erzählt. Das stimmt nur halb. Die ehrliche Bilanz:
| Was erreicht wurde (laut Studien) | Was es kostete |
|---|---|
| Der Konsum fiel zunächst auf etwa 30 % des Vorkriegsniveaus, später stieg er auf 60 bis 70 % | Ein Schwarzmarkt von rund 3 Milliarden US-Dollar pro Jahr |
| Die Leberzirrhose ging um fast zwei Drittel zurück | Korruption bei Polizei, Justiz und Politik |
| Fehlzeiten in Betrieben sanken von 10 auf 3 % | Vergiftete Alkohole, geschätzt bis zu 10.000 Tote |
| Verlorene Steuereinnahmen in Milliardenhöhe | |
| Schließung von über 200 Destillerien, 1.000 Brauereien und 170.000 Spirituosengeschäften (laut Wikipedia) | |
| Der aufstrebende kalifornische Weinbau wurde zerstört |
Warum 1933 Schluss war
- Die Wirtschaftskrise. Ab 1929 fehlten Staaten und Bund die Steuern aus dem Alkohol.
- Die Wickersham-Kommission. Ihr Bericht vom 07.01.1931 dokumentierte die weitverbreitete Umgehung.
- Der Rückhalt schwand. Das Verbot wirkte zunehmend wie ein Gesetz, das niemand ernst nahm.
- Die Wahl 1932. Die Demokraten legten zu, Franklin D. Roosevelt versprach die Aufhebung.
- Der Cullen-Harrison Act. Am 22.03.1933 durfte wieder Bier mit rund 4 % vol. verkauft werden. Binnen dreier Monate entstanden dadurch 81.000 Jobs.
- Der 21. Zusatz. Am 05.12.1933 stimmte Utah als 36. Staat zu. Es ist die einzige Verfassungsänderung der US-Geschichte, die eine andere aufhob.
Eine Ironie am Rande: Der texanische Senator Morris Sheppard, Mitverfasser des Verbots, soll um 1930 gesagt haben, ein Ende sei so wahrscheinlich wie ein Kolibri, der mit dem Washington Monument am Schwanz zum Mars fliegt. Im August 1933 stimmte Texas für die Aufhebung.
Was von der Prohibition bleibt
- Trockene Landkreise
Der 21. Zusatz überließ die Regelung den Staaten. Zwei Jahrzehnte später waren noch 18 Staaten trocken, Mississippi bis 1966. Bis heute gibt es dry counties.
- Mehr Staat
Historikerin Lisa McGirr beschreibt, wie die Prohibition die Macht des Bundes ausweitete, bis hin zum Abhören von Telefonen.
- Die Anonymen Alkoholiker
Sie wurden 1935 gegründet.
- Kultur
Der Roman „Der große Gatsby“ spielt in dieser Zeit, ebenso Filme wie „Thunder Road“ (1958). Der Jazz wuchs in den Speakeasys.
- Die Bar
Cocktails, Barkeeper als Beruf und die Idee der versteckten Bar.
Mythen-Check
| Behauptung | Was stimmt |
|---|---|
| „In der Prohibition war Trinken verboten.“ | Nein. Verboten waren Herstellung, Verkauf und Transport. Der private Konsum war bundesweit erlaubt |
| „Das Verbot hat nichts gebracht.“ | Der Konsum und die Leberzirrhose gingen zurück, aber um den Preis von Kriminalität und Korruption |
| „Das Speakeasy gab es erst in der Prohibition.“ | Der Begriff ist älter. Neu war der Massenmarkt |
| „Al Capone handelte vor allem mit Gin.“ | Nicht belegt. Überliefert ist der South Side Fizz als sein Lieblingsdrink, mehr nicht |
| „Die Regierung hat absichtlich Menschen vergiftet.“ | Die Behörden wollten abschrecken. Die Opfer nahmen sie in Kauf, Kritiker nannten das zynisch |
| „Bathtub Gin wurde in Badewannen gebraut.“ | Meist nicht. Die Wanne diente zum Verdünnen |
Glossar
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Bootlegger | Schmuggler und Schwarzbrenner. Der Name kommt vom Verstecken der Flaschen im Stiefelschaft |
| Speakeasy | Illegale Bar |
| Moonshine | Schwarzgebrannter Schnaps |
| Rum Row | Schiffsreihe vor der Küste, aus der Alkohol angeliefert wurde |
| Wets und Dries | Gegner und Befürworter des Verbots |
| Noble Experiment | Spitzname der Prohibition, geprägt von Befürwortern |
| Volstead Act | Das Ausführungsgesetz zum 18. Zusatz |
| Denaturierung | Industriealkohol ungenießbar machen |
| Blind Pig, Blind Tiger | Illegale Lokale mit dem Trick des „Tier-Eintritts“ |
Wissens-Check: Wie fit bist du?
Drei Fragen. Tippe auf eine Antwort und sieh, ob du richtig liegst.
1. Wann trat die Prohibition in Kraft?
A) 16.01.1919
Knapp daneben. An diesem Tag wurde der 18. Verfassungszusatz ratifiziert, in Kraft war das Verbot aber noch nicht.
B) 17.01.1920
Richtig. Ein Jahr nach der Ratifizierung begann das Verbot landesweit.
C) 05.12.1933
Knapp daneben. Das ist das Ende der Prohibition, nicht der Beginn.
2. Wie hieß das Gesetz, das die Durchführung des Verbots regelte?
A) Sherman Act
Knapp daneben. Das ist ein Kartellgesetz von 1890.
B) Volstead Act
Richtig. Beschlossen am 28.10.1919, benannt nach dem Abgeordneten Andrew Volstead.
C) Harrison Act
Knapp daneben. Das regelte Drogen wie Opium, nicht Alkohol.
3. Wie endete die Prohibition?
A) Per Urteil des Supreme Court
Knapp daneben. Das Gericht hat das Verbot nicht gekippt.
B) Durch den 21. Verfassungszusatz am 05.12.1933
Richtig. Er hob den 18. Zusatz auf. Es ist der einzige Verfassungszusatz, der einen anderen aufhebt.
C) Per Dekret des Präsidenten
Knapp daneben. Ein Dekret hätte eine Verfassungsänderung nicht aufheben können.
Häufige Fragen zur Prohibition
Wann war die Prohibition in den USA?
Vom 17.01.1920 bis zum 05.12.1933, also knapp 14 Jahre. Der 18. Verfassungszusatz wurde am 16.01.1919 ratifiziert.
Warum wurde Alkohol in den USA verboten?
Wegen der Temperance-Bewegung, die Alkohol für Armut, Gewalt und politische Korruption verantwortlich machte, wegen des Ersten Weltkriegs und weil die Einkommensteuer ab 1913 die Alkoholsteuer als Einnahmequelle des Bundes ersetzte.
Was verbot der Volstead Act?
Herstellung, Verkauf und Transport von Getränken mit mehr als 0,5 % Alkohol. Ausnahmen gab es für Sakramentswein, Medizin und die Hausproduktion von Wein und Cider.
Durfte man in der Prohibition Alkohol trinken?
Bundesweit ja. Verboten war der Handel, nicht der Konsum. Einige Bundesstaaten verboten auch den Besitz.
Was ist ein Speakeasy?
Eine illegale Bar, oft nur mit Passwort oder Empfehlung zugänglich. Allein in New York gab es nach Schätzungen zwischen 30.000 und über 100.000 solcher Lokale.
Wer war Al Capone?
Einer der bekanntesten Gangster der Prohibition. Er baute in Chicago ein Imperium aus Schmuggel auf. Auch Namen wie Lucky Luciano, Meyer Lansky und Frank Costello gehören in diese Zeit.
Wie viele Menschen starben an vergiftetem Alkohol?
Eine gesicherte Zahl gibt es nicht. Oft genannt wird „bis zu 10.000“, das ist eine Schätzung ohne belegte Quelle. Für New York 1926 nennen Quellen zwischen 585 und 750 Tote.
Was ist Bathtub Gin?
Selbstgemachter Schnaps, meist mit Wacholderöl aromatisiert und nicht gereift. Er schmeckte rau, deshalb mischte man ihn mit Zitrus und Honig. Der Name soll vom Verdünnen in der Badewanne stammen.
Warum wurde die Prohibition aufgehoben?
Wegen der Wirtschaftskrise, der fehlenden Steuern, der Korruption und des schwindenden Rückhalts. Am 05.12.1933 hob der 21. Verfassungszusatz das Verbot auf.
Welche Cocktails stammen aus der Prohibition?
Bee’s Knees und South Side Fizz gelten als typische Prohibitionsdrinks. Gin Rickey und French 75 gab es früher, wurden aber in dieser Zeit populär.
Quellen: Wikipedia (EN und DE), History.com, bpb, t-online, Snopes, TIME, Tasting Table, Mental Floss. Zahlen zu Konsum, Opfern und Umsätzen sind Schätzungen und schwanken je nach Quelle. Stand: 21.10.2026.
Wie geht es weiter?
Du kennst jetzt die Geschichte hinter dem Drink. Wie wäre es mit dem passenden Glas dazu?
← Zurück zum Gin-Blog · Alle Themen im Gin-Wissen · Gin-Rezepte · Gin-Talk