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Gin-Wissen · Navy Strength

Navy Strength Gin: 57,2 % vol und der Schießpulver-Test

Navy Strength Gin hat mindestens 57,15 % vol., das sind 100 britische Proof. Der Name stammt aus der britischen Marine: Bei dieser Stärke zündet Schießpulver noch, wenn Gin darüber ausläuft („gunpowder proof“). Den alten Navy-Test haben wir selbst gemacht: Mit einer Sprengschule bei Dresden haben wir Schießpulver mit unserem Navy Strength (57,2 % vol.) getränkt und gezündet. Es brannte.

Zum Video ↓

Von Jörg Fiedler, Gründer von JUNIPER JACK · aktualisiert am 20.10.2026 · Lesezeit ca. 9 Minuten

Der Schießpulver-Test im Video

So sieht das aus: Schießpulver, getränkt in unserem Navy Strength mit 57,2 % vol., wird angezündet. Bitte nicht nachmachen.

57,15 %vol. Minimum
100britische Proof
114,3US-Proof
3 clreichen im Gin Tonic
Navy Strength Gin an der Bar

Was uns an diesem Gin wichtig ist

  • Gebaut als Dankeschön

    Die erste Charge ging im Oktober 2016 an die ersten Bars und Händler, die an uns geglaubt haben.

  • Wacholder aus Kroatien

    Handverlesen im Landesinneren, in der Region der Plitvicer Seen.

Navy Strength Gin auf einen Blick

Alkoholgehaltab 57,15 % vol.
Britische Proof100
US-Proof114,3
KategorieKeine eigene Gin-Sorte und keine geschützte Bezeichnung, sondern eine Stärkeangabe
EU-Mindeststärke für Gin37,5 % vol.
London Dry Gin (üblich)40 bis 47 % vol., unser London Dry hat 46,5 % vol.
JUNIPER JACK Navy Strength57,2 % vol. (100,1 britische Proof, 114,4 US-Proof)
Botanicalsdieselben wie im London Dry: 7 genannte (Wacholder, Bitterorange, Zitrone, Brombeerblätter, Minze, Koriandersamen, Wermut) und 3 geheime

Rechenweg: Britische Proof = Vol.-% × 7/4 (57,15 × 1,75 = 100). US-Proof = Vol.-% × 2 (57,15 × 2 = 114,3). Unser Navy Strength: 57,2 × 1,75 = 100,1 und 57,2 × 2 = 114,4.

Wir haben die Schießpulver-Legende selbst getestet

Alle erzählen die Geschichte vom Schießpulver. Wir wollten wissen, ob sie stimmt.

  1. Der Anruf

    Jörg ruft bei einer Sprengschule in der Nähe von Dresden an und rechnet mit einer Absage. Stattdessen kommt eine Einladung.

  2. Der Aufbau

    Der Test läuft nach einem echten Sicherheitsprotokoll, mit einem Sicherheitsbereich von 500 Metern und Sprengschnur. Alles wird gefilmt.

  3. Der Test

    Schießpulver, getränkt in unserem Navy Strength mit 57,2 % vol., wird angezündet. Es brannte.

Bitte nicht nachmachenDas war ein Versuch unter Aufsicht von Profis. Das Video findest du weiter unten auf dieser Seite.
JUNIPER JACK Navy Strength vor rotem Samt

Was an der Legende stimmt und was offen bleibt

Belegt

  • Das Wort „Proof“ kommt von diesem Test. Alkohol wurde auf Schießpulver gegeben. Brannte es noch, galt die Spirituose als „bewiesen“ stark genug. Je mehr Wasser im Alkohol steckt, desto schlechter zündet das nasse Pulver.
  • 1816 wurde daraus in England ein gesetzlicher Standard über die Dichte (100 Proof = 12/13 der Dichte von Wasser, das sind 57,15 % vol.). Amtlich galt er in Großbritannien bis 31.12.1979. Seit 01.01.1980 steht dort der Alkoholgehalt in % vol.

Überliefert, aber dünn belegt

  • Die Royal Navy soll ihren Gin nach diesem Maßstab einkaufte und neben dem Pulver lagerte. Das steht in vielen Büchern, ist aber häufiger erzählt als belegt. Die tägliche Ration der Mannschaft war Rum (Ende am 31.07.1970, dem „Black Tot Day“). Gin tranken vor allem die Offiziere.
Unser FazitUnser Test beweist deshalb etwas Bestimmtes: Bei 57,2 % vol. funktioniert der alte Trick tatsächlich. Mehr behaupten wir nicht.

Wie trinkt man Navy Strength Gin?

Kurz gesagt: kalt, verdünnt und in kleinerer Menge als London Dry.

Die Rechnung: Wie viel Navy Strength ersetzt 4 cl London Dry?

  • 4 cl London Dry (46,5 % vol.): 40 ml × 0,465 = 18,6 ml Alkohol, das sind 14,7 g (18,6 ml × 0,789 g/ml).
  • Dieselbe Menge Alkohol in Navy Strength (57,2 % vol.): 18,6 ml ÷ 0,572 = 32,5 ml, also rund 3,3 cl.
  • Faustregel für Rezepte: Menge London Dry × 0,8 (46,5 ÷ 57,2 = 0,81).

Drei Drinks mit Navy Strength

DrinkNavy StrengthRest
Gin Tonic (Der trübe Moment)3 cl12 cl trockener Indian Tonic, viel Eis, Zitronenzeste. Fertig ca. 11,4 % vol. (3 × 0,572 = 1,72 cl Alkohol ÷ 15 cl)
Gimlet4,5 cl2 cl Lime Cordial, 30 Sekunden mit viel Eis rühren, ohne Eis abseihen
Negroni3 cl3 cl Campari, 3 cl roter Vermouth, auf Eis

Pur geht, wenn du ihn schon kennst: kleine Menge, langsam, ein Glas Wasser daneben. Auf viel Eis siehst du dabei den Louche-Effekt, den wir „den trüben Moment“ nennen.

Weitere Rezepte: French 75, Bramble, Clover Club, Vesper Martini. Nimm dafür die Ginmenge mal 0,8.

Pur mit einem Tropfen Wasser oder im Longdrink: Gin pur oder gemischt? Hör auf zu streiten.

Navy Strength Gin kaufen: Worauf du achten kannst

  • Genaue Stärke auf dem Etikett. Ein Navy Strength liegt bei 57 % vol. oder darüber. Steht dort 55 %, ist es keiner.
  • Herstellung. Bei „London Dry“ darf nach der Destillation nichts mehr aromatisiert oder gesüßt werden. Bei 57 % ist das wichtig, denn Zucker kaschiert hier nichts mehr.
  • Botanicals genannt? Wer sagt, was drin ist, macht sich einschätzbar.
  • Preis pro Liter statt pro Flasche. 0,5 l und 0,7 l lassen sich nicht direkt vergleichen. Rechne Preis ÷ Liter.
  • Erst probieren. Ob dir ein Gin mit 57 % liegt, merkst du am besten im kleinen Format: Unser Tasting Set hat London Dry, Navy Strength und Smoke & Oak mit je 100 ml.

Unseren Navy Strength gibt es hier: Navy Strength Gin 57,2 % vol., 500 ml.

Warum es unseren Navy Strength gibt

Er war zuerst ein Dankeschön. Die Bars und Fachhändler, die uns von der ersten Stunde an unterstützt haben, sollten etwas Besonderes bekommen. Im Oktober 2016 kam die erste Charge, damals in 700-ml-Flaschen. Die ersten rund 300 Flaschen waren in ein bis drei Tagen weg.

Weiterlesen

Fünf bis sechs Jahre lang gab es ihn nur auf Vorbestellung, ausgeliefert immer Ende Oktober, rund um den Jahrestag unseres Starts am 31.10.2015. Heute gehört er fest zum Sortiment, als 500-ml-Flasche.

Die Schwierigkeit war nie, mehr Alkohol in die Flasche zu bekommen. Bei 57,2 % vol. versteckt sich nichts: Jeder Fehler fällt auf wie auf dem Präsentierteller. Damit er nicht nur nach Alkohol schmeckt, braucht er viele Botanicals in der Rezeptur. Die Basisrezeptur ist bewusst dieselbe geblieben wie beim London Dry.

Fachliche Einordnung von Doreen Philipp

Doreen Philipp, Barkeeperin und Autorin

Doreen Philipp ist seit 2005 Barkeeperin, u. a. im Bayerischen Hof München und im Mandarin Oriental München. Auf Instagram findest du sie als gagacocktails.

„Er hat Power, ja. Er ist hochkonzentriert. Mit ihm ist nicht zu spaßen. Aber richtig destilliert kann er heutzutage - bei allem Alkohol - immernoch smooth sein. Genau darin liegt die Kunst - die zarte Seite des Kraftprotzes heraus zu kitzeln…“

Doreens kompletter Fachbeitrag

Mal auf den Punkt gebracht: Was macht einen "Navy Strength" Gin aus? Wie schmeckt er? Wo kommt er her und welche Cocktail Rezepte eignen sich für ihn besonders gut? Here we go:

Bis vor Kurzem eher eine Schattengestalt in unseren Breitengraden - vor ein paar Jahrhunderten aber ein Protagonist: "Navy Strength Gin" - der Hochprozentige unter den Wacholder Destillaten. Tauchen wir ein in eine Spirituose, die Jahrzehnte prägte und ganze Heere der Navy beflügelte, wacker die Segel zu setzen. Welche dann wiederum so still ruhte wie der See - nur um letztendlich ein Comeback zu feiern, wie ein verschollen geglaubter Rockstar. Klären wir demnach erst einmal die Grundfragen:

1. Was genau ist ein "Navy Strength Gin"?

Summa summarum ist der auch als "pure Strength", "over proof", "gunpowder proof" oder "Faßstärke Gin" bezeichnete Vertreter der Wacholder Spirits keine eigene Kategorie. Seine spezielle Bezeichnung weist lediglich auf einen erhöhten Alkoholgehalt von mind. 100 British proof oder 57,15% vol. Alk. hin. Das entspricht 114 amerikanischen Proof (US-Proof = 2 × Vol.-%) und hat einen geschichtlichen Hintergrund. Man möge sich an dieser Stelle fragen:

2. Was hat "Navy Strength" mit der Navy am Hut?

Wenig sarkastisch und tatsächlich wahr: Gin war in der Blütezeit der britischen "Royal Navy" (im 18. und 19. Jahrhundert) ein genauso wichtiger Bestandteil eines Schiffes, wie Steuerrad und Kanone. Er war essentiell wie Nahrung, Kleidung und Wasser. Dabei diente das Wacholder Destillat zum Einen dem Gemüt - frei dem Motto "Nur ein berauschter Seemann rauscht mutig auf die See!". Zum Anderen aber auch der Gesundheit. In heutigen Zeiten ggfs. ein kontroverser Ansatz - jedoch gang und gäbe als Großbritannien Ende des 17, Jahrhunderts zur Seemacht aufstieg. Aufgrund der Insellage nutze man die Flotte zur Verteidigung, ebenso wie zur Expansion. Kolonien In Indien, Amerika, der Karibik und Afrika waren die Folge. Auf den langen Seewegen war die Gesundheit der Besatzung demnach maßgeblich - und Gin trug, als eine Art wohlschmeckende Medizin, seinen Teil dazu bei. Tatsächlich taten sich die damaligen Seemänner schwer, ihre tägliche Portion an Zitronensaft zu schlucken - welcher aufgrund des hohen Gehalts an Vitamin C unter Anderem gegen Skorbut (Zahnausfall) eingesetzt wurde. Am Rande hier eine kleine Erwähnung des listigen Arztes Dr. Thomas Desmond Gimlette, welchem die Grundidee für den Cocktail "Gimlet" nachgesagt wird. Er setzte Zucker und den Alkohol des Gins gekonnt ein, um den frischen Zitrussaft länger zu stabilisieren. (Vorläufer dessen war übrigens der "Grog" - als Mischung von Rum, Zucker und Zitrone.) Und siehe da: Kein Matrose beschwerte sich je wieder über seine tägliche Vitamin Ration! Notiz am Rande: Die tägliche Rum-Ration der Royal Navy endete übrigens erst am 31.07.1970 („Black Tot Day“). Die geliebte Tradition hatte also lange Bestand.


3. Warum sollte der Gin nun aber "gunpowder proof" sein, sprich "pure Strength"?

To make a long story short: Stürmische See und ungestüme Matrosen waren keine gute Voraussetzung, um das wertvolle Schießpulver unter Deck - gelagert direkt neben Lebensmitteln und Alkohol - trocken zu halten. Wurde es also vom Gin (oder Rum) besudelt, zündete es schlichtweg nicht mehr. Daher soll es, so die Überlieferung, die Vorgabe gegeben haben, nur Alkohol an Bord zu führen, der den Schießpulver-Test besteht. Bei über 100 British Proof entbrannte das Kanonenfutter nämlich auch Gin- getränkt noch problemlos: Ohne Qualm, Rauch oder Fehlzündungen. Und wie man sich bereits denken mag, kam diese Regelung bei den wacholderverliebten britischen Seemännern äußerst gut an! Hatten Diese zuvor doch des Öfteren die Wirkungsdichte des flüssigen Proviants in Frage gestellt, wenn er von habgierigen Verkäufern (vermeintlich mit Wasser verdünnt) aus aller Welt an Bord gekommen war... Von nun an galt also beim Gin wie beim Pulver: Ein Schuss, ein Treffer!


4. Wieso ist der "Navy Strength" jedoch auch heute ein Volltreffer?

Schön dass Du fragst. Unterstellt man dem "Over Proof" Gin, geschmacklich einfach eine härtere Version seiner Selbst zu sein - so wird man ihm kaum gerecht. Er hat Power, ja. Er ist hochkonzentriert. Mit ihm ist nicht zu spaßen. Aber richtig destilliert kann er heutzutage - bei allem Alkohol - immernoch smooth sein. Genau darin liegt die Kunst - die zarte Seite des Kraftprotzes heraus zu kitzeln...


"Geht nicht, gibt´s nicht." - Die Challenge des "sanften Hulks"

Genau dieser Herausforderung stellte sich im Oktober 2016 eine kleine sächsische Gin-Marke. Jörg Fiedler (Gründer) und Siegbert Hennig (Destillateurmeister) sind die kreativen Köpfe hinter dem Geniestreich, welcher als "Wacholderbombe" bekannt geworden ist: "JUNIPER JACK" - ein echter London Dry Gin, der dir den Wacholder so richtig über die Ohren zieht. "Den kann man nicht mehr intensiver machen." stellte Gin- Experte Philip Reim 2016 beinahe schon ehrfürchtig in seinem Spirituosen Blog "Eye for Spirits" fest. Genau dies waren die Worte, welche Fiedler und Hennig damals den Anstoß gaben. Ihr Gedanke: Geht es tatsächlich nicht noch intensiver? Wann ist das Ultimum für die Geschmacksknospen erreicht? Konnte man noch "zapfiger" destillieren?? "Ich hatte kürzlich von einem Navy Strength gelesen und Siegbert war direkt im Fieber." lacht Fiedler heute, in Erinnerung an die erste Charge des "Navy Strengths". Dieser war ursprünglich nur als Dankeschön für die treuen Abnehmer 


und Probanten ihres damals neuen, deutschen Gins angedacht. Meisterdestillateur Hennig resümiert: "Dabei in den hochprozentigen Bruder des JUNIPER JACKs noch mehr Geschmack, aber keinen "sprittigen Eindruck" hinein zu kriegen, stellte uns auf die Probe." Denn "Mehr kann mehr" wäre hier ein Trugschluss: Der erhöhte Alkoholgehalt soll möglichst kein Stechen in der Nase provozieren - und außerdem den Gin Geschmack pushen, statt sich selbst in der Vordergrund zu stellen. Eine Challenge, die unzählige Proben und viel " Ping Pong" mit den aromagebenden Kräutern nach sich zog. "Die ätherischen Öle komprimierten den Geschmack noch stärker. Aber der Koriander war dabei eine richtige Zicke!" lacht Fiedler. "Es war ein permanenter Kampf - das Resultat schien nie linear." Zum Glück war Aufgeben keine Option. Der Erfolg des ersten Batches - welches viele Weitere in den Folgejahren nach sich zog - gab ihnen Recht. Die Basisrezeptur des "Pure Strengths" ist hierbei absichtlich dieselbe geblieben. Man bleibt sich und seinem Profil treu. Jedoch kommt der "kräftige Bruder" des JUNIPER JACKs gefühlt noch einen Zacken kräutriger um die Ecke - und der Nachhall am Gaumen ist immens. Dass ihn dennoch ein weiches und geschmeidiges Mundgefühl begleitet, sind das Resultat des Nicht- Filterns. Die ätherischen Öle konzentrieren sich im Gin, als feierten sie eine Party. Sie sorgen auch für den (bei Gin sehr selten anzutreffenden) Louché Effekt. Dieser lässt ihn bei Kälte "cloudy" werden und ist buchstäblich ein Spiegel für die Aromendichte. Fiedler formuliert ganz salopp: "Der Navy Strength tapeziert dir den Mund. Er malt den Gaumen förmlich aus." und beschreibt es damit herrlich anschaulich. Kein Wunder also, dass es den (übrigens tatsächlich Schießpulver getesteten) “JUNIPER JACK Navy Strength” mittlerweile dauerhaft gibt. Navy Strength - Challenge accepted. Challenge taken. Challenge won.


5. Welche Cocktail Rezepturen eignen sich nun besonders gut?

Hier spalten sich die Geister. Der eine Bartender bevorzugt einen kleinen Schluck im Tonic, für eine große Wirkung. Der Andere vermixt ihn am liebsten in klassischen Drinks und entdeckt so manch alten Hut ganz neu. Cocktail- historisch macht es dabei durchaus Sinn, sehr betuchte Rezepturen zu wählen, welche vor oder während der Prohibition datiert sind. Grund hierfür ist der Fakt, dass die Spirituosen damals im Allgemeinen stärker waren. Diese wurden aber zur Prohibitionszeit auch oft mit Zucker gesüsst, um stark alkoholische Kanten auszubügeln - was man beim heutigen Vermixen alter Rezepturen, durch die Zugabe von etwas Süße, einfach ausgleichen kann. Hier ein paar Prohibitions- Klassiker zur Anregung: 
  • the 20th Century Cocktail
  • the Corpse Revivor No.2
  • the French 75
  • the Bee Knee´s (auch bekannt als "Bebbo Cocktail")
  • the Pegu Club
  • the Seventh Heaven Cocktail
  • the Blue Moon/ Aviation Cocktail

Navy Strength selbst testen

57,2 % vol. Wacholder mit Pulverdampf. Oder erst mal im Tasting Set mit drei Sorten.

Navy Strength Gin - 57,2% vol
500 ml

Inhalt: 0.5 Liter (ab 79,96 €* / 1 Liter)

39,98 €* - 44,98 €*
Tasting Set - 3 x 100 ml
300 ml

Inhalt: 0.3 Liter (ab 123,27 €* / 1 Liter)

36,98 €* - 39,98 €*
London Dry Gin - 500 ml
500 ml

Inhalt: 0.5 Liter (ab 71,96 €* / 1 Liter)

35,98 €* - 39,98 €*

Fragen zu Navy Strength Gin

Was ist Navy Strength Gin?

Gin mit mindestens 57,15 % vol., das entspricht 100 britischen Proof. Es ist eine Stärkeangabe, keine eigene Gin-Sorte und keine geschützte Bezeichnung. Unser Navy Strength hat 57,2 % vol. und dieselben Botanicals wie unser London Dry.

Wie viel Alkohol hat Navy Strength Gin?

Mindestens 57,15 % vol. JUNIPER JACK Navy Strength hat 57,2 % vol. Zum Vergleich: Unser London Dry hat 46,5 % vol., der EU-Mindestwert für Gin liegt bei 37,5 % vol.

Wie viele Proof hat Navy Strength Gin?

100 britische Proof, das sind 57,15 % vol. (Vol.-% × 7/4). In US-Proof sind es 114,3 (Vol.-% × 2). Unser Navy Strength mit 57,2 % vol. liegt bei 100,1 britischen und 114,4 US-Proof.

Warum heißt er Navy Strength?

Der Name verweist auf die britische Royal Navy und den Schießpulver-Test: Brannte Pulver, das mit der Spirituose getränkt war, galt sie als „Proof“. Ob die Marine ihren Gin tatsächlich nach diesem Maßstab einkaufte, ist weniger gut belegt, als es viele Texte behaupten.

Stimmt die Schießpulver-Legende?

Der Test funktioniert, das haben wir selbst geprüft: Mit einer Sprengschule bei Dresden haben wir Schießpulver mit unserem Navy Strength (57,2 % vol.) getränkt und gezündet. Es brannte. Bitte nicht nachmachen.

Wie trinkt man Navy Strength Gin?

Kalt, verdünnt und in kleinerer Menge als London Dry. Im Gin Tonic reichen 3 cl auf 12 cl trockenen Tonic mit viel Eis. Das ergibt ca. 11,4 % vol. (3 × 0,572 = 1,72 cl Alkohol ÷ 15 cl). Pur nur in kleinen Schlucken, mit Wasser daneben.

Wie viel Navy Strength nimmt man statt London Dry?

Rund 20 % weniger. Rechenweg: 46,5 ÷ 57,2 = 0,81. Statt 4 cl London Dry also etwa 3,3 cl Navy Strength, bei gleicher Menge Alkohol im Glas.

Kann man Navy Strength Gin pur trinken?

Ja, wenn man ihn schon kennt: kleine Menge, langsam, ein Glas Wasser daneben. Er ist deutlich stärker als die meisten Spirituosen. Für den Einstieg ist er im Drink oder auf viel Eis angenehmer.

Was ist der Unterschied zu London Dry Gin?

London Dry beschreibt, wie ein Gin hergestellt wird: Nach der Destillation darf nichts mehr aromatisiert oder gesüßt werden. Navy Strength beschreibt nur die Stärke. Beides lässt sich kombinieren: Unser Navy Strength ist ein London Dry mit 57,2 % vol.

Ist Navy Strength besser als normaler Gin?

Nein, nur stärker. Ob ein Gin gut ist, zeigt sich am Aroma und an der Herstellung, nicht an den Prozenten. Bei Navy Strength fällt jeder Fehler besonders auf, weil sich bei dieser Stärke nichts verstecken lässt.

Ist Navy Strength für Einsteiger geeignet?

Besser ist es, erst den London Dry kennenzulernen. Zum Vergleich beider Stärken eignet sich unser Tasting Set mit je 100 ml London Dry, Navy Strength und Smoke & Oak.

Warum wird Navy Strength auf Eis besonders trüb?

Bei Kälte und Verdünnung können sich die ätherischen Öle nicht mehr im Alkohol halten. Sie bilden winzige Tröpfchen, die das Licht brechen. Das ist der Louche-Effekt, bei JUNIPER JACK besonders sichtbar, weil wir nur grob filtrieren. Mehr dazu unter „Der trübe Moment“.

Wie lange ist Navy Strength Gin haltbar?

Ungeöffnet praktisch unbegrenzt. Geöffnet hält er sich bei kühler, dunkler Lagerung und gut verschlossener Flasche über Jahre. Die Aromen lassen mit der Zeit langsam nach.

Quellen