Die Suche nach dem Juniper Jack Wacholder


Für uns ist Gin untrennbar mit Wacholder verbunden. Klar, was sonst! Allerdings war das im Jahr 2013 keine Selbstverständlichkeit. Die meisten neuen Gins verstanden sich als „New Western Gin“. Mit anderen Worte: Gin sollte bloß nicht nach Wacholder schmecken! Nein, das war und ist nicht unser Ding! Wir wollen einen Gin, der auch blind und mit 40 Grad Fieber als Gin identifiziert wird. Und so war die erste Phase der Rezeptentwicklung geprägt von der Suche nach „unserem“ Wacholder und damit die Seele unseres JUNIPER JACKs.



Das kann doch nicht so schwer sein.

Könnte man glauben. Nun ja, sagen wir es mal so: wir haben uns in dieser Zeit die Haare öfter gerauft und häufiger Kraftausdrücke gebraucht, als uns lieb war. Jede Wacholderlieferung (selbst aus dem selben Land und dem gleichen Jahr) hat komplett unterschiedlich geschmeckt. Also wie um Himmelswillen soll man hier eine vernünftige und wiedererkennbare Rezeptur entwickeln? … 

Plötzlich war sie da. DIE Idee.

Was wäre, wenn wir direkt ins Land der Wacholder gehen. Sammler finden, die immer aus der selben Gegend die besten Wacholderzapfen „ernten“?! Siegbert Hennig kommentierte das trocken mit: „Na dann viel Spaß bei der Suche!“. Ich gebe zu, es hat wenig „Spaß“ gemacht, sich mit dem Google Übersetzungsprogramm durch die Webseiten der Balkanstaaten zu quälen. Bis ich auf einen Kräuterhändler gestoßen bin. Ein paar E-Mails später fand ich mich auch schon am Check-in Schalter vom Flughafen wieder. Auf nach Kroatien.

Wir trafen uns zum Frühstück. Es gab Kekse und Schnaps.

Nur das beste wurde serviert: Der selbst gebrannte von vor 18 Jahren wurde ins Glas gegossen. Ich wusste, das ist der Moment, bei dem Du nicht zögern darfst! Also hinter damit. Woran ich mich noch erinnern kann ist, dass wir viel gelacht haben und er mir eine Adresse in die Hand gedrückt hat. „Fahr da mal hin“, meinte er. Gesagt getan. Drei Stunden später wurde ich empfangen, als wäre ich der verlorene Sohn von Mira und Duka. Es gab Hühnchen mit Bierkartoffeln. Wir haben die Oma besucht, den Onkel getroffen und natürlich unendlich viele Wacholderbäume und Wälder gesehen. Die Luft ist auf 750 m Höhe frisch, das Wasser klar. Die Natur ist unberührt und einfach wunderschön! 

Kennst du die Winnetou-Filme?

Ja? Prima! Dann hast Du eine gute Vorstellung von der Gegend in der unser wilder JUNIPER JACK Wacholder wächst. Wir haben zwar keinen Schatz im Silbersee gefunden, dafür aber einen Aromenschatz. 

Die uralten Wacholderbäume wachsen auf kargem Boden. Der Sommer ist heiß und trocken. Die Nächte bitter kalt. Und so haben die Bäume (Wacholder wächst extrem langsam) ordentlich zu kämpfen. Ich erfahre, dass dieser Überlebenskampf gut ist, denn dann wird viel Harz produziert und die Zapfen (Wacholderbeeren sind nur sog. Scheinbeeren) werden groß, sind saftig, süß und harzig. Yummy! Das ist es! Wir haben Sie gefunden. Die aromatischsten Wacholder und die besten Freunde.

Wenn es irgendwie geht, sind wir jedes Jahr im Oktober bei der Ernte dabei. Die Vorfreude darauf ist RIESIG, obwohl Rückenschmerzen, eine Überdosis Sauerstoff und eine nicht enden wollende Sortiererei à la Aschenputtel bevorstehen. Doch dieses Gemeinschaftserlebnis unter Freunden ist jede Mühe wert!

Doch mit dem Sammeln allein ist es nicht getan. Insgesamt sich es 23 Selektions-Schritte, bis die Wacholderzapfen ihren Weg in den Sack finden. Beim Händler werden sie gerüttelt, geschüttelt und von achtsamen Augen begutachtet. 

Und so ist der Erste von vielen Schritten gegangen - auf dem Weg vom kroatischen Zapfen zur sächsischen Wacholderbombe!


JUNIPER JACK - London Dry Gin (46,5 % vol. 100 ml)

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